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l'tur Bloggerin Laura von Herzanhirn berichtet aus Malta

09.05.2018

Versteckte Buchten, leuchtend türkises Wasser und historische Städte- das erwartet euch auf einer Reise nach Malta. Der kleine Inselstaat ist gerade mal so groß wie München, bietet aber auf einer Fläche von 316 km² alles, was man sich für einen spannenden und entspannten Urlaub wünschen kann.

Ramla Bay Gozo

Anreise nach Malta

Die Anreise von Deutschland nach Malta ist einfach, wird die Insel doch von vielen Fluggesellschaften angeflogen. Von Hamburg aus bin ich zusammen mit Nicole mit Condor nach Malta geflogen. Im Sommerflugplan fliegt Condor jeden Sonntag von Hamburg aus zum kleinen Staat im Mittelmeer. 

Dank der Premium Economy Class von Condor und dem damit einhergehenden freien Mittelplatz konnte ich an Bord, mit meinem Reiseführer und einem leckeren Premium Menü ausgestattet, bei einem Glas Rotwein ganz gemütlich in den Urlaub starten.

Malta, das Zentrum des Mittelmeeres

Die maltesischen Inseln Malta, Gozo und Comino liegen praktisch im Zentrum des Mittelmeers, zwischen Europa und Afrika. Bei klarer Sicht könnt ihr die Lichter der fahrenden Autos auf Sizilien, das nur 98 km entfernt ist, sehen. 

Durch die Lage an der Grenze zwischen Orient und Okzident kann Malta auf eine spannende 7000-jährige Geschichte zurückblicken. In Malta wechselten sich seit jeher die unterschiedlichsten Kulturen ab. So nannten bereits Karthager, Römer, Araber, Spanier, Franzosen und Briten die Insel ihr eigen. Noch heute lassen sich besonders die Einflüsse der Araber, die vom 9. bis 13. Jahrhundert auf der Insel zuhause waren, an der maltesischen Sprache erkennen, die an eine Mischung aus Arabisch, Italienisch und Französisch erinnert. Durch die britische Herrschaft von 1800 bis 1964 wurde Englisch zur 2. Amtssprache auf Malta, so kann man sich als Reisender heute sehr einfach auf der Insel verständigen. 

Die drei Städte
Kaffee die drei Städte
Gasse die drei Städte
 

Mit dem Boot zu den „Drei Städten“

In die spannende Vergangenheit der Seefahrernation könnt ihr auch bei einem Besuch der
„Drei Städte“ eintauchen.

Mit einem Dghajsa- einem typisch Maltesischen Boot, das mich entfernt an die berühmten Gondeln in Venedig erinnert, setzt uns Kapitän Freddy von Valletta nach Birgu, das auch Vittorias heißt und wie jede der „Drei Städte“ zwei Namen hat, über. 

Die "Drei Städte", die viel älter als die Inselhauptstadt Valletta sind, gelten als Wiege der maltesischen Geschichte. Ihre Buchten wurden bereits von den Phöniziern genutzt, später bauten die Kreuzritter die „Drei Städte“ in ihre ersten Festungen aus. Langsam schlendern wir durch die engen, ruhigen Gassen der „Drei Städte“ die nur getrennt durch Befestigungsanlagen direkt ineinander übergehen. 

Bis auf ein paar vereinzelte Touristengruppen, treffen wir nur auf Einheimische, die in kleinen versteckten Kaffees bei einem Espresso oder einem Glas Kinnie, dem Nationalgetränk Maltas beisammen sitzen. Kinnie ist eine alkoholfreie, herbsüße Limonade, die aus Bitterorangen und Kräutern hergestellt wird.

Boot Malta

Valletta zu Fuß erkunden

Zurück in der diesjährigen Kulturhauptstadt Europas Valletta staune ich über die unzähligen Kunstwerke, die überall in der Stadt verteilt sind. Eine große Hand hält einen Spatzen, dort hinten schreit ein Esel mit Engelsflügeln und hinter der nächsten Kurve erwarten mich drei gestapelte Kühe. Die weißen Statuen, stellen maltesische Sprichwörter dar, die auch auf kleinen Tafel erklärt werden.

Kunst in Valetta

Doch auch abseits der Kunstwerke und Veranstaltungen, die euch im Zuge der Feierlichkeiten zur Kulturhauptstadt in diesem Jahr erwarten, könnt ihr in Valletta vieles entdecken. Am besten lässt sich die kleine Hauptstadt zu Fuß erkunden. Dabei solltet ihr aber beachten, das Valletta sehr hügelig ist und die Wege teilweise sehr steil sind. 

Die von Kreuzrittern entworfene Stadt ist schachbrettartig angelegt und wird von den beiden Naturhäfen Grand Harbour und Marsamxett Harbour begrenzt. Wir beginnen unseren Stadtrundgang am City Gate. Nach einem kurzen Abstecher zum Upper Barrakka Garden, von dem man einen großartigen Blick auf den Hafen und die „Drei Städte“ hat, lassen wir uns durch die kleinen Nebenstraßen treiben. An jeder Ecke stoßen wir auf einen neuen, spannenden, historischen Schauplatz, versteckte Hinterhöfe und kleine, charmante Läden und Cafés. 

Wir staunen über die Pracht der St. John’s Co- Cathedral (die ihr möglichst früh am Morgen oder kurz vor Einlassschluss besuchen solltet), entspannen in den Lower Barrakka Gardens, und plaudern in der Nähe vom Fort St. Elmo mit ein paar Fischern, die im Schatten vor ihren Fischerhütten sitzen.

Kathedrale Valletta
Fischerhütten Valletta
 

Hoteltipp Valletta: das „Grand Excelsior Malta“

Während dem ersten Teil der Reise haben wir in dem gemütlichen 5 Sterne Hotel „Grand Excelsior Malta“ gewohnt, von dem man einen wunderbaren Blick auf den Sonnenuntergang über dem Marsamxett Harbour genießen kann. Nur wenige Gehminuten vom City Gate von Valletta entfernt, war das Hotel der perfekte Ausgangspunkt für Erkundungstouren.


Zu den aktuellen Angeboten für das Grand Excelsior Malta kommst du hier.

Aussicht aus dem Grand Excelsior Malta

Bar Hopping in St. Julians

Am Abend erkunden wir das pulsierende Nachtleben in St. Julians. Von Diskotheken, Cocktailbars bis hin zu guten Restaurants findet sich hier für jeden Partygänger und jede Nachteule der perfekte Club. Nach einem leckeren Cocktail kehren wir in das gemütliche, maltesische Restaurant „Gululu“ am Hafen ein. 

Zu einem sehr guten Glas maltesischen Rotweins bestellen wir uns eine typische Vorspeisenplatte mit getrockneten Tomaten, Oliven, verschiedenen Bohnengerichten und kalter maltesischer Wurst, sowie Kaninchenrouladen als Hauptgericht. Das Kaninchen wurde einst von den Britten auf der Insel eingeführt und gilt heute in verschieden Variationen als Lieblingsessen der Malteser.

Maltesische Vorspeise

Hoteltipp Mellieħa: das „db Seabank Resort + Spa“ am längsten Sandstrand Maltas

Mellieħa Strand

Nach drei erlebnisreichen Tagen führt uns der zweite Teil der Reise nach Mellieħa in das „db Seabank Resort + Spa“. Das große All Inclusive Hotel, das nur von einer Straße getrennt, am großen Sandstrand der Insel liegt, ist besonders für Familien mit kleinen Kindern die richtige Adresse.

Zu den aktuellen Angeboten im db Seabank Resort + Spa kommst du hier.

Popeye Village

Am Abend laufen wir vom Hotel knapp 2 km zum Popeye Village (alternativ könnt ihr auch vom Hotel aus mit dem Bus fahren). In der schönen Anchor Bay in Mellieha, wurde das Filmset für den Film „Popeye – der Seemann mit dem harten Schlag“, in dem auch Robin Williams mitspielte, errichtet. Nach Ende des Drehs im Jahr 1980 sollten die bunten Kulissen eigentlich wieder abgerissen werden, schnell entwickelte sich das Filmdorf aber zu einer Attraktion auf Malta. Schon kurz hinter dem Eingang winkt mir Popeye freudig zu, bevor er mit Olivia ein flottes Tänzchen auf die Planken legt. Das Team des Popeye Village haucht dem Dorf mit kleinen Showeinlagen leben ein. In den verschiedenen Hütten, könnt ihr
Requisiten der Filme bewundern und den Film ansehen, oder im klaren Wasser der Bucht baden. Außerdem kann man bei einer Bootstour das Popeye Village aus der Ferne bestaunen.

Popey Vilage
Popey Village von oben
 

Wir erkunden das Zentrum von Malta

Am nächsten Morgen steigen wir schon früh in den kleinen Bus, der uns zu einer Tagestour durch Malta abholt. Nach einem Abstecher zur Kirche Maria Himmelfahrt in Mosta, mit der drittgrößten frei tragenden Kuppel der Welt, erkunden wir die Tempelanlangen Hagar Quim, die zwischen 3600 und 2500 v. Chr. erbaut wurden, bevor wir weiter Richtung Mdina, der alten Inselhauptstadt, fahren.

Kirche Mosta

Die Geschichte von Mdina reicht mehr als 4000 Jahre zurück. So fühlt man sich, nachdem man das große Eingangstor der Stadt, das Game of Thrones Fans als Eingang nach Königsmund kennen sollten, betritt, in der Zeit zurückversetzt. Die engen, schattigen Straßen der „Stadt der Stille“, in der keine Autos fahren dürfen, sind gesäumt von eindrucksvollen Herrenhäusern, in einer Mischung aus mittelalterlicher und barocker Architektur. Hinter hohen Mauern verstecken sich Kloster, daneben laden begrünte Hinterhöfe zu einer Verschnaufpause ein.

Türen Mdina

Ein Tag auf Gozo

Der besondere Charme der Schwesterninsel von Malta springt mir sofort ins Auge. Gozo ist grüner, ursprünglicher und ruhiger als die quirlige Hauptinsel. 

Nach einer ca. 20 minütigen Fährfahrt erreichen wir die kleine Insel und werden direkt von Louis in Empfang genommen. Auf einer Tour mit seinem Jeep zeigt er uns heute Gozo. Zusammen entdecken wir kleine versteckte Buchten und den traumhaften Strand „Ramla Bay“, dessen oranger Sand verlockend funkelt. Leider ist mir das Wasser Ende April mit 17 Grad noch zu kalt zum Baden. 

Über kleine Nebenstraßen fahren wir vorbei an Granatapfelbäumen und blühenden Feldern durch die kleinen Dörfer der Insel. Nach einem landestypischer Mittagessen bringt uns Louis zum Blue Hole. Für ein paar Münzen können wir hier auf einem Fischerboot die vielen versteckten Höhlen der schroffen Küste erkunden. Mehr zu meinem abwechslungsreichen Tag auf Gozo könnt ihr auf meinem nachlesen.

Blick auf Gozo
Mit dem Jeep auf Gozo
Bucht am Blue Hole
 

Mein persönliches Highlight: Feuerwerk in Marsaxxlok

Im beschaulichen Fischerdorf Marsaxxlok, das vor allem bekannt für seine bunt bemalten Fischerboote ist, habe ich mein absolutes Highlight der Reise erlebt. Alljährlich findet auf Malta das große internationale Feuerwerkfestival statt, bei dem sich Feuerwerkskünstler aus der ganzen Welt an drei verschiedenen Standtorten miteinander messen. Begleitet von einem Volksfest, mit großartiger Livemusik, verwandeln die Feuerwerkskünstler den Himmel über Marsaxxlok für mehrere Stunden in ein Meer aus Lichtern und Farben. Das internationale Feuerwerk Festival findet jedes Jahr Ende April statt, doch auch außerhalb der Festivalwoche könnt ihr auf Malta regelmäßig Feuerwerk bewundern. Besonders im August leuchtet der Himmel an allen Ecken. In dieser Zeit finden viele Kirchenfeste, die sogenannten Festas, auf der Insel statt, die natürlich mit einem großen Feuerwerk gefeiert werden.

Feuerwerk
 
 

Die perfekte Zeit für euren Urlaub

Obwohl die Hauptsaison in Malta in den Sommermonaten ist, ist die Insel doch immer eine Reise wert. Im Sommer herrscht auf Malta trockenes, heißes Mittelmeerklima, das perfekt für einen Strandurlaub geeignet ist. Wenn ihr lieber die vielen verschiedenen historischen Orte, Städte und Dörfer der Insel erkunden möchtet, empfiehlt sich eine Reise im Frühling oder Herbst. Dauerregen ist auf der Malta selten, meist regnet es im Winter nur kurz und heftig.

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